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Menschen mit Behinderungen - Fachkräfte für Ihr Unternehmen

Arbeit + Behinderung: Das geht zusammen

Über 680.000 Menschen in Sachsen haben eine festgestellte Behinderung, davon sind fast 450.000 Personen schwerbehindert. Ob nach Unfall oder überstandener Krankheit – eine Behinderung kann jeden treffen. 76 Prozent der Menschen mit Behinderung haben eine abgeschlossene Berufsausbildung. Doch sehr oft finden sie nur schwer Zugang zum Arbeitsmarkt.  

»Arbeit und Behinderung, das geht zusammen und nutzt allen Beteiligten. Wir brauchen mehr öffentliches Bewusstsein. Denn Menschen mit Behinderung sind motivierte und leistungsfähige Fachkräfte. Wir möchten davon noch mehr Unternehmer überzeugen«, erklärt die Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Barbara Klepsch.

Gemeinsam handeln - Gemeinsam erfolgreich sein

Gemeinsam mit der Handwerkskammer Dresden und der Sächsischen Industrie- und Handelskammer hatte die Allianz Arbeit+Behinderung auch 2016 wieder Unternehmer zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Im Rahmen der Veranstaltung konnten sich Unternehmer an Hand von konkreten Beispielen über die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung informieren, für Fragen standen zahlreiche Experten zur Verfügung.

»Menschen mit Behinderung sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft, dem noch mehr Beachtung eingeräumt werden sollte. Dafür sind Integration und Förderung beruflicher Qualifikationen notwendig. Für das Handwerk sind Menschen mit Behinderung definitiv eine Bereicherung, daher fördern wir die Inklusion in die Wirtschaft«, erklärte Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden.  

»Behinderte Menschen besitzen häufig eine überdurchschnittliche Qualifikation und legen ihren Arbeitgebern gegenüber eine herausragende Loyalität an den Tag. Damit sind sie ein echter Geheimtipp für jeden Personaler«, betonte Dr. Günter Bruntsch, Präsident der IHK Dresden.

Weil gute Beispiel für sich sprechen.

Menschen mit Behinderungen Fachkräfte im Unternehmen – das ist in vielen Unternehmen schon jetzt gelebte Praxis. In Gnauck’s Backhaus in Sebnitz war eine Lernbehinderung kein Hinderungsgrund für eine Ausbildung über den Fachpraktiker zum Bäckergesellen. Taub und die Flöhe husten hören, das ist im Bauhandwerksunternehmen Vogel in Weißenberg normal. Dass und wie Kommunikation auf unterschiedlichen Baustellen und mit Kunden trotz Gehörlosigkeit gelingt, schilderte der Bauunternehmer Ronny Vogel. Auch scheinbar »Unmögliches« kann Realität werden. Bei Bürosysteme Baumann arbeitet ein junger Mann mit Aspergersyndrom erfolgreich – auch zusammen mit Kunden.

Wie die Bundesagentur für Arbeit, die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland und das Integrationsamt beim Kommunalen Sozialverband Sachsen dabei helfen konnten, war ebenfalls Thema der Allianzveranstaltung.

Holen Sie sich Unterstützung!

Auf großes Interesse stieß das Dienstleistungsnetzwerk support, welches insbesondere Klein- und Mittelständige Unternehmen bei allen Fragen der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen berät. Darüber hinaus koordiniert support auch für die Unternehmen mögliche Unterstützungsleistungen in einem Netzwerk der Integrationspartner. 

Abschließend konnten die Teilnehmer noch mit den anwesenden Unternehmen und den behinderten Beschäftigten über ihre Erfahrungen sprechen und sich über Beratungs- und Förderangebote der Bundesagentur für Arbeit, des Integrationsamtes und der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland informieren. Das Dienstleistungsnetzwerk support, welches Klein- und Mittelständige Unternehmen (KMU) bei Fragen der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen berät und auch für diese die möglichen Unterstützungsleistungen koordiniert, stellte sich ebenfalls vor.

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Weil gute Beispiele für sich sprechen

© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz