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Arbeit + Behinderung - Allianz zur Beschäftigungsförderung von Menschen mit Behinderungen

Chefkonferenz der Allianz Arbeit + Behinderung zieht Resümee und legt künftige Arbeitsschwerpunkte fest

Foto: Staatsministerin Barbara Klepsch mit der Beauftragten der Bundesregierung, Verena Bentele, und Staatssekretär Stefan Brangs

Staatsministerin Barbara Klepsch (rechts), Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Verena Bentele (links), Staatssekretär Stefan Brangs (hinten).
(© Swen Reichold)

Am 3. Dezember 2010, dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, haben sich 21 Partner zur Allianz Arbeit + Behinderung zusammengeschlossen. 

Fünf Jahre nach ihrer Gründung haben die Chefs der Mitglieder der Allianz Arbeit + Behinderung am 10. Dezember 2015 eine positive Bilanz der bisherigen Arbeit gezogen und sich auf die künftigen Arbeitsschwerpunkte verständigt.

Sozialministerin Barbara Klepsch verdeutlichte, dass die Ansätze der Allianz, Sensibilisierung von Unternehmern einerseits und Unterstützung andererseits, einen Beitrag dazu geleistet haben, die Chancen für Menschen mit Behinderungen auf den Arbeitsmarkt zu verbessern.

Mit dem Dienstleistungsnetzwerk support hat die Allianz Arbeit + Behinderung ein Angebot für Unternehmer entwickelt, das bei der Bewältigung aller Fragen um Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen nicht nur berät, sondern Unternehmen auch konkret hilft. Große Erfolge zeigte auch die finanzielle Förderung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, viele neue Beschäftigungsverhältnisse für Menschen mit Behinderungen sind entstanden. »Arbeit plus Behinderung, das geht zusammen«, fasste Barbara Klepsch die bisherige Arbeit der Allianz zusammen - eine Bilanz, die von den Chefs der Allianz geteilt wurde.

Stefan Brangs, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, stellte die positive Entwicklung des sächsischen Arbeitsmarktes dar. Sachsen verzeichnet mit einem Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr den stärksten Rückgang bei der Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderung im Vergleich aller Flächenländer. Erstmals konnte auch die Marke von 10.000 schwerbehinderten Arbeitslosen unterschritten werden. »Wahr ist aber auch«, so Staatssekretär Brangs »der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist bei den Menschen mit Behinderung nicht so stark wie bei den Menschen, die keine Behinderung haben.«

Verena Bentele, die Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, machte deutlich, dass sich Unternehmen viele Chancen entgehen lassen, wenn sie die Möglichkeiten und Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen nicht sehen und sie deshalb nicht einstellen. In der Zusammenarbeit der 21 Partner in der Allianz Arbeit + Behinderung sieht sie einen guten Ansatz, mehr Unternehmen davon zu überzeugen, Menschen mit Behinderungen zu beschäftigen. Ihr Fazit lautet deshalb: »Die Allianz Arbeit + Behinderung ist wichtig, richtig und muss weiterbestehen.«

»Durch die Allianz für Arbeit und Behinderung haben wir es in den vergangenen fünf Jahren geschafft, die Integration von Menschen mit Behinderungen in Arbeit und Ausbildung stärker ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Mit der heutigen Chefkonferenz« so Dr. Günter Bruntsch, Präsident der Industrie- und Handelskammer Dresden, »hat die Allianz noch einmal Schwung geholt für die nächsten Jahre.« Konsequent wird die Allianz deshalb die positiven Ansätze auch bei den künftigen Arbeitsschwerpunkten aufgreifen:

 

  • Wichtigste Aufgabe wird es auch künftig sein, die Potenziale von Menschen mit Behinderungen zu vermitteln. In Unternehmen, bei Belegschaften und in der Öffentlichkeit wollen die Partner der Allianz das Bewusstsein für die Belange von Menschen mit Behinderungen und deren Fähigkeiten schärfen.
  • Ein weiterer Schwerpunkt wird darin liegen, die duale Berufsausbildung für Menschen mit Behinderungen zu stärken und Übergänge von der Schule auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu unterstützen. Die Partner der Allianz wollen die duale Berufsausbildung für junge Menschen mit Behinderungen als erste »Berufswahl« stärken und sich für eine bedarfsorientierte Weiterentwicklung des Angebots an Fachpraktikerausbildungen einsetzen.
  • Bei der Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt spielt für Unternehmen Transparenz und Bürokratieabbau eine große Rolle. Unternehmen müssen entlastet und unterstützt werden. Mit dem Aufzeigen von Strategien und guten Beispielen, wie die Leistungsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsplatz dauerhaft erhalten werden kann, wollen die Mitglieder der Allianz zur Sicherung von Arbeitsplätzen beitragen. Dabei werden die Erfahrungen von Beschäftigten und den Schwerbehindertenvertretungen einbezogen.
  • Ein weiteres Handlungsfeld werden die Erhaltung und Erschließung von Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen sowie Übergänge aus der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sein.
Foto: 21 Partner der Allianz Arbeit + Behinderung bei der Konferenz

21 Partner der Allianz Arbeit + Behinderung bei der Konferenz.
(© Swen Reichold)

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Kontakt

Klaus Bemmann-Ender

  • Postanschrift:
    Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz
    Referat 43
    Albertstraße 10
    01097 Dresden
  • Telefon:
    (0351) 5 64 55 18
  • E-Mail
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